TEKO Schweizerische FachschuleEAI IntegrationslaborGlossar A–Z
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Kurze Definitionen für Unterricht, Projektbericht und Fachgespräch. Ähnliche Begriffe werden bewusst voneinander abgegrenzt.

48 BegriffeEAI bis Zero Trustdruckbar
A

API bis Autorisierung

API

Definierte Schnittstelle, über die Software Funktionen oder Daten anbietet. Ein API-Vertrag beschreibt Inputs, Outputs, Fehler und Sicherheitsanforderungen.

API Gateway

Kontrollierter Eingang vor APIs für Routing, Authentisierung, Limits, Policies und Metriken. Fachlogik gehört normalerweise nicht ins Gateway.

Asynchron

Sender und Empfänger müssen nicht gleichzeitig verfügbar sein. Die Annahme und die fachliche Fertigstellung liegen zeitlich auseinander.

At-least-once

Zustellgarantie, bei der eine Nachricht nicht verloren gehen soll, aber mehrfach ankommen kann. Der Consumer muss mit Duplikaten umgehen.

Authentisierung

Nachweis, wer eine Identität ist, etwa per Zertifikat, Token oder API-Key. Umgangssprachlich oft „Authentifizierung“.

Autorisierung

Entscheidung, welche Aktionen eine nachgewiesene Identität auf welchen Ressourcen ausführen darf.

B

Backoff bis Backpressure

Backoff

Zunehmende Wartezeit zwischen Wiederholungsversuchen. Jitter ergänzt Zufall, damit viele Clients nicht gleichzeitig erneut anfragen.

Backpressure

Mechanismus, mit dem ein langsamer Consumer den Zufluss begrenzt oder sichtbar zurückstaut, statt unbegrenzt Speicher zu verbrauchen.

Bind Mount

Ein konkreter Hostpfad wird in einen Container eingebunden. Praktisch für Konfiguration und Entwicklung, aber eng an die Hoststruktur gekoppelt.

Broker

Dienst, der Messages oder Events entgegennimmt, speichert und an Consumer verteilt, zum Beispiel RabbitMQ oder Kafka.

C

Command bis Consumer

Command

Aufforderung an einen bekannten Empfänger, etwas zu tun: „Anonymisiere Studie 42.“ Kann abgelehnt werden.

Consumer

Komponente, die eine Message liest und verarbeitet. Sie bestätigt erst nach der vertraglich definierten erfolgreichen Behandlung.

Contract-Test

Automatischer Nachweis, dass ein Provider oder Consumer den vereinbarten Schnittstellenvertrag einhält.

Correlation-ID

Technische Kennung, die zusammengehörige Requests, Messages, Jobs und Logs über Systemgrenzen verbindet.

D

Deduplikation bis Docker

Dead-Letter Queue (DLQ)

Kontrollierter Speicher für nicht verarbeitbare Nachrichten. Sie braucht Monitoring, Eigentümer, Diagnose, Korrektur und Replay-Prozess.

Deduplikation

Erkennen bereits verarbeiteter Nachrichten über eine eindeutige ID oder fachlichen Schlüssel.

DICOM

Standardfamilie für medizinische Bilddaten und deren Austausch. Definiert unter anderem Tags, UIDs, Objekte und Netzwerk-/Webdienste.

Docker Image

Versionierter, schreibgeschützter Bauzustand für einen Container. Ein Tag ist ein Name; ein Digest identifiziert konkreten Inhalt.

Docker Container

Laufende, isolierte Prozessinstanz eines Images mit eigener Laufzeitschicht, Netzwerk- und Ressourcenansicht.

DMS

Dokumentenmanagementsystem mit Dokument-ID, Metadaten, Suche, Versionen und Berechtigungen. Nicht automatisch ein rechtskonformes Archiv.

E

EAI bis Eventually Consistent

EAI

Enterprise Application Integration: eigenständige Anwendungen werden zu kontrollierten, durchgängigen Geschäftsprozessen verbunden.

Event

Unveränderliche Aussage über etwas Geschehenes: „Studie wurde verfügbar.“ Mehrere interessierte Consumer können reagieren.

Eventual Consistency

Replizierte Zustände dürfen vorübergehend abweichen, sollen ohne neue Änderungen aber zu einem konsistenten Zustand konvergieren.

Exactly-once

Oft missverständliches Versprechen. Transport und Verarbeitung können mehrfach stattfinden; fachlich wird meist ein idempotenter Effekt angestrebt.

H–I

Healthcheck bis Idempotenz

Healthcheck

Automatische, günstige Prüfung eines Dienstzustands. Liveness fragt „lebt der Prozess?“, Readiness „kann er gerade Arbeit annehmen?“

HTTP

Request-/Response-Protokoll des Webs mit Methoden, Headern, Statuscodes und optionalem Body.

Idempotenz

Mehrfache identische Ausführung erzeugt denselben fachlichen Effekt wie eine einmalige Ausführung.

Idempotency-Key

Vom Client gesetzte Request-Kennung, mit der ein Server Wiederholungen derselben schreibenden Operation erkennt.

J–M

JSON bis Message

JSON

Textformat für strukturierte Werte aus Objekten, Arrays, Strings, Zahlen, Boolean und null. Syntax beweist keine fachliche Gültigkeit.

JSON Schema

Maschinenlesbare Regeln für Struktur, Typen, Pflichtfelder und weitere Constraints eines JSON-Dokuments.

Mapping

Übersetzung von Struktur und Bedeutung zwischen Datenmodellen, inklusive IDs, Einheiten, Enums, Zeitzonen und Konfliktregeln.

Message

Transportierte Einheit mit Headern/Metadaten und Payload. Sie kann ein Event, Command oder anderes Dokument tragen.

O–P

Observability bis PACS

Observability

Fähigkeit, internen Zustand aus externen Signalen wie Logs, Metriken und Traces zu untersuchen – auch für vorher nicht formulierte Fragen.

OpenAPI

Standardformat zur Beschreibung von HTTP-APIs, Pfaden, Schemas, Security und Responses.

Orchestrierung

Eine zentrale Komponente steuert mehrere Schritte und kennt den Gesamtprozess. Gegenmodell: Choreografie über Events.

Orthanc

Leichtgewichtiges Open-Source-DICOM-System mit REST-API, im Kurs als internes Mini-PACS eingesetzt.

PACS

Picture Archiving and Communication System zum Speichern, Finden und Verteilen medizinischer Bilder.

Prompt Injection

Untrusted Input versucht, das Verhalten eines AI-Systems umzulenken. Technische Berechtigungs- und Validierungsgrenzen sind entscheidend.

Q–R

Queue bis REST

Queue

Geordneter oder priorisierter Zwischenspeicher, aus dem Consumer Arbeit übernehmen. Entkoppelt Zeit und Verfügbarkeit.

Rate Limit

Begrenzt Anfragen pro Identität oder Zeitfenster, um Fairness, Kosten und Stabilität zu schützen.

Replay

Kontrollierte erneute Verarbeitung einer ursprünglichen Nachricht nach Analyse und Korrektur.

REST

Architekturstil für ressourcenorientierte Webschnittstellen. HTTP allein macht eine API noch nicht automatisch RESTful.

Retry

Begrenzte Wiederholung nach wahrscheinlich temporären Fehlern. Benötigt Zeitgrenze, Backoff, Jitter und Idempotenzbetrachtung.

S

Schema bis StudyInstanceUID

Schema

Formale Strukturregeln für Daten. Ein Schema validiert Form und Grenzen, nicht automatisch die Wahrheit des Inhalts.

Service Level Objective (SLO)

Messbares Zuverlässigkeitsziel, etwa 99,9 % erfolgreiche Requests in einem Zeitraum oder maximale Joblaufzeit.

System of Record

Führendes System, das für ein Objekt oder Attribut die verbindliche Wahrheit verantwortet.

Synchron

Der Aufrufer wartet innerhalb derselben Interaktion auf eine Antwort; beide Seiten sind zeitlich gekoppelt.

StudyInstanceUID

DICOM-UID für die systemübergreifende Identität einer Studie. Nicht mit einer lokalen Orthanc Study ID verwechseln.

T–Z

Timeout bis Zero Trust

Timeout

Zeitgrenze für eine Operation. Ein Timeout sagt nicht sicher, ob eine schreibende Zielwirkung stattgefunden hat.

Trace

Verbundene Spans, die Weg und Dauer einer Transaktion über mehrere Dienste sichtbar machen.

Volume

Von Docker verwalteter persistenter Speicher außerhalb der flüchtigen Containerschicht. Persistenz ist kein Backup.

Webhook

HTTP-Callback, mit dem ein System ein anderes über ein Ereignis informiert. Zustellung, Signatur und Retry müssen definiert sein.

Zero Trust

Sicherheitsprinzip: keinem Netzsegment oder Dienst implizit vertrauen; Identität, Berechtigung und Kontext pro Zugriff prüfen.